Neue Fördermöglichkeiten in Erasmus+ Leitaktion 2: strategische Partnerschaften

Die aktuelle COVID 19-Krise hat nicht nur den Kultur- und Kreativsektor besonders hart getroffen, sondern auch den Bedarf an Modernisierung und digitaler Transformation der Bildungs- und Ausbildungssysteme in ganz Europa stark beschleunigt. Aus diesem Grund gibt es im Erasmus+ Programm zwei zusätzliche Antragsmöglichkeiten für strategische Partnerschaften mit den Prioritäten „digitales Lernen“ und „Kreativität“, sowohl im Bereich Bildung, als auch Jugend. Die neue Fördermöglichkeit soll die Möglichkeit bieten, die soziokulturelle und berufliche Entwicklung der Menschen in Europa zu fördern.

Für eine finanzielle Förderung muss ein Projekt mindestens eine der folgenden Prioritäten ansprechen:

Digitales Lernen (SE, VET, HE):

  • Besondere Aufmerksamkeit in dieser Form von Partnerschaft liegt auf innovative Praktiken in der digitalen Ära. Strategische Partnerschaften mit dieser Ausrichtung sollen als Kapazitätenaufbau bei der Implementierung unterschiedlicher Lern- und Lehraktivitäten, wie der Entwicklung digitaler pädagogischer Fähigkeiten und/oder dem Einsatz von qualitativ hochwertigen digitalen Inhalten genutzt werden (z.B. innovative Online-Ressourcen und –Werkzeuge)
  • Diese Partnerschaften sollen EU-weite Netzwerke von Institutionen schaffen, die ihre Ressourcen und Expertisen teilen, um auf (lokale) Herausforderungen und Realitäten eingehen zu können.

 

Kreativität (Youth, SE, AE):

  • In diesen Partnerschaften soll die Entwicklung von Kompetenzen und Inklusion durch Kreativität und Kunst gefördert werden. Besonderes Gewicht liegt hier auf Aktivitäten des lebenslangen Lernens mit kulturellen und kreativen Komponenten. Ziel ist die Nutzung des kreativen Potentials des Einzelnen in den Bereichen Arbeitsbeschaffung, nachhaltige Entwicklung und Inklusion.
  • Besonderes Gewicht liegt in dieser Priorität auf der Stimulation des europäischen Bewusstseins und der Stärkung der aktuellen und zukünftigen Generation (unabhängig von ihrem sozialen und kulturellen Hintergrund) als erfolgreiche Innovatoren in ihrer lokalen Umgebung.
  • Ebenfalls sollen durch Projekte mit der Priorität Kreativität Jugendlichen und Erwachsenen mit Werkzeugen und Fähigkeiten im Umgang mit unvorhergesehenen Risiken ausgestattet werden. Die Kreativität dieser Zielgruppe soll gefördert und die Qualität und Anerkennung von Jugendarbeit unterstützt werden.

Es handelt sich also um reguläre strategische Partnerschaften, jedoch mit verschiedenen Prioritäten und folgenden Anpassungen:

  • Antragsfrist: 29.10.2020, 12:00 Uhr
  • Dauer: 12 – 24 Monate (Bildung) bzw. 6 – 24 Monate (Jugend)
  • Projektbeginn: 01.03. – 30.06.2021

 

WICHTIG: Das Antragsformular für diese Art von strategischen Partnerschaften wurde noch nicht freigeschaltet, wird aber in den kommenden Wochen auf der EU-Antragswebseite zu finden sein unter https://webgate.ec.europa.eu/erasmus-applications/screen/home.

Im Jugendbereich können ebenfalls am 1. Oktober Anträge zu strategischen Partnerschaften mit den gewöhnlichen Schwerpunkten gestellt werden. (siehe https://www.jugendbuero.be/unsere-programme/erasmusplus/jugend/strategische-partnerschaften/für weiterführende Informationen)