3. Juni 2019

Ergebnisse der Sozialraumanalysen in der Offenen Jugendarbeit sind da

Alle 5 Jahre erstellen die Jugendarbeiter eine Sozialraumanalyse. Sie erforschen die Lebenswelten junger Menschen ihrer Gemeinde. Sie schauen, welche Bedürfnisse, Interessen und Meinungen junge Menschen haben, aber auch, welche Eindrücke Erwachsene von diesen Lebenswelten haben. Dazu nutzen sie Orte und Methoden, mit denen sie aktiv ins Gespräch kommen: Sie sprechen Bürger auf dem Markt an, sie diskutieren mit Treffbesuchern, sie starten Umfragen, sie interviewen Experten, sie beobachten Cliquenverhalten und vieles mehr.

Aus den gewonnen Erkenntnissen ziehen sie Schlüsse für ihre Arbeit und sprechen allgemeine Handlungsempfehlungen aus. Ausgehend davon bauen sie anschließend das Konzept für die Offene Jugendarbeit in ihrer Gemeinde auf.

Sozialraumanalysen werden in einem mehrere Monate andauernden Prozess erstellt. Daher sind einzelne Untersuchungen (Interviews, Gruppendiskussionen, Umfragen, …) immer Momentaufnahmen. Die neuesten Analysen wurden am 30. April 2019 im Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft eingereicht.

In den ländlichen Gemeinden Amel, Büllingen und Bütgenbach haben sich die Jugendarbeiter per Umfrage und Gesprächen informiert, wie Jugendliche sich in ihrer Gemeinde fühlen, wie ihr Verhältnis zur Politik ist und wie sie Selbstbestimmung sehen.

Die Jugendarbeiter der Gemeinde St. Vith wollten wissen, wie junge Menschen ihre virtuellen Lebenswelten gestalten. Sie haben mittels einer Umfrage und Gesprächen festgestellt, wie Jugendlichen mit dem Internet umgehen, aber auch, was ihnen in der täglichen Kommunikation von Angesicht zu Angesicht wichtig ist.

Die Jugendarbeiter der Gemeinde Kelmis haben Animationen auf dem Wochenmarkt durchgeführt, um zu erfahren wie Erwachsene junge Menschen wahrnehmen. Sie haben daraufhin Jugendliche in der Schule und in Jugendeinrichtungen mit den Aussagen konfrontiert und sie befragt, ob sie den Eindruck haben, dass die Meinung junger Menschen eine Rolle in der Gemeinde spielt. Alle Eindrücke und Handlungsempfehlungen haben sie verfilmt.

Die Jugendarbeiter der Gemeinde Lontzen haben sich mit den Zukunftsperspektiven junger Menschen mit Beeinträchtigung oder mit Migrationshintergrund auseinandergesetzt. Unter anderem haben sie die soziale Gerechtigkeit von außerschulischer Unterstützung zur Schularbeit mittels Zeitbudgets, Interviews, Umfragen und Gruppendiskussionen unter die Lupe genommen.

Die detaillierten Sozialraumanalysen für 2019 können jeweils in der Rubrik „Sozialraumanalysen“ in den verschiedenen Gemeinden der Offenen Jugendarbeit eingesehen werden.