Erasmus+: Fast 3,9 Mrd. EUR im Jahr 2022 für mehr Mobilität und Zusammenarbeit

Die Kommission hat am 24. November die Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen im Rahmen von Erasmus+ für das Jahr 2022 veröffentlicht. Mit einer Aufstockung der Mittel um fast 3,9 Mrd. EUR für das nächste Jahr wird Erasmus+ weiterhin Möglichkeiten für Studienaufenthalte im Ausland, Praktika, Lehrstellen, Personalaustausch und grenzüberschreitende Kooperationsprojekte in verschiedenen Bereichen der allgemeinen und beruflichen Bildung, Jugend und Sport bieten.

Das Programm wird junge Menschen weiterhin unterstützen und ihre Teilhabe am demokratischen Leben fördern und damit erheblich zu den Zielen des Europäischen Jahres der Jugend 2022 beitragen. 2022 werden auch die Kerntätigkeiten in den Bereichen Mobilität und Zusammenarbeit verstärkt.

Die wichtigsten Neuerungen, die heute im Rahmen der Veröffentlichung der Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen vorgestellt wurden, sind:

  • Zukunftsorientierte Projekte: Neue Großprojekte werden hochwertige und inklusive digitale Bildung und die Anpassung der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung an den grünen Wandel unterstützen. Diese ehrgeizigen Projekte werden mit einem umfangreicheren Budget ausgestattet sein und eine Laufzeit von mindestens drei Jahren haben. Sie sollen sowohl öffentliche als auch private Organisationen einbeziehen. Das übergeordnete Ziel besteht darin, innovative Ergebnisse zu erzielen, die sich auf die Bildung auf europäischer Ebene auswirken können.
  • Mehr Austauschaktivitäten mit Drittländern: Dank der Mittel aus den EU-Außenfinanzierungsinstrumenten werden Drittländer die Möglichkeit haben, sich an gezielten Projekten und Austauschmaßnahmen zu beteiligen, insbesondere in den Bereichen berufliche Aus- und Weiterbildung und Sport.
  • Mehr Inklusion bei DiscoverEUDiscoverEU bietet 18-Jährigen die Möglichkeit, durch Europa zu reisen. Jedes Jahr finden zwei Runden zur Bewerbung um kostenlose Travel-Pässe statt. Ab 2022 werden spezielle Runden für Organisationen durchgeführt, um noch mehr benachteiligten jungen Menschen zur Teilnahme an DiscoverEU zu verhelfen. Für sie ist eine gezieltere Unterstützung und Finanzierung vorgesehen.
  • Die EU den Schulen näher bringen: Die Vermittlung der Ziele und der Funktionsweise der Europäischen Union ist ein wichtiger Bestandteil der Förderung einer aktiven Bürgerschaft und der gemeinsamen Werte von Freiheit, Toleranz und Nichtdiskriminierung. Jean-Monnet-Maßnahmen zur Förderung der Bildung über die EU sollen in Schulen und mit Schülerinnen und Schülern aller Altersgruppen – sowohl in der allgemeinen als auch in der beruflichen Bildung – durchgeführt werden und verschiedene Aktivitäten, einschließlich Studienaufenthalte, umfassen.
  • Einfachere Finanzierung von Kooperationsprojekten: Erasmus+ sieht vor, dass Projektbegünstigte in Kooperationspartnerschaften einen Pauschalbetrag für die Durchführung ihrer Projekte beantragen können. Dadurch verringert sich der Verwaltungsaufwand bei der Antragstellung, der Projektverwaltung und der Berichterstattung erheblich.

Als Nationalagentur sind wir in der Deutschsprachigen Gemeinschaft der zentrale Ansprechpartner rund um die europäischen Programme Erasmus+ und ESK.  Sprechen Sie und an.

Einzelheiten zu den spezifischen Maßnahmen und den entsprechenden Antragsfristen gibt es unter: https://webgate.ec.europa.eu/app-forms/af-ui-opportunities/?fbclid=IwAR2DDyMOGvFVfFw71UAjfVjmErNKbybYP936viyCgUK-unDXgRD_IX0-dE8#/erasmus-plusDie gesamte Pressemitteilung gibt es HIER