Die Dritte Europäische Jugendarbeitskonvention

Vom 7.-10. Dezember erarbeiteten 1.000 Teilnehmer aus 50 verschiedenen Ländern gemeinsam eine Erklärung aus, die Leitlinien und Anregungen für die Umsetzung einer starken Europäischen Jugendarbeitsagenda festhält. Es war die größte Online-Veranstaltung, die bisher im Bereich Jugendarbeit in Europa stattgefunden hat. Ostbelgien war mit Vertretern des Ministeriums der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Vertretern des Rates der Deutschsprachigen Jugend und des Jugendbüros mit dabei.

V.l.n.r.: Mona Locht (RDJ), Margret Zeiner, Andreas Van den Eynde, Elvire Wintgens, Irene Engel (Jugendbüro)
fehlt: Armand Meys
V.l.n.r.: Mona Locht (RDJ), Margret Zeiner, Andreas Van den Eynde, Elvire Wintgens, Irene Engel (Jugendbüro) fehlt: Armand Meys (Ministerium)

Der Rat der EU-Jugendminister hatte vor Kurzem eine Entschließung zur Gestaltung einer Europäischen Jugendarbeitsagenda angenommenen, die einen Rahmen für die Festlegung der Agenda beschreibt und die Stärkung und Weiterentwicklung von Jugendarbeit in ganz Europa fördern soll.

Die Erklärung richtet sich direkt an alle Akteurinnen und Akteure in der Jugendarbeit in ganz Europa, gemeinsam aktiv zu werden und Verantwortung zu übernehmen. Die Konvention fordert aber auch die Europäische Kommission und den Europarat auf, ihre Zusammenarbeit zu stärken und eine aktive Rolle zur Realisierung der Europäischen Jugendarbeitsagenda im Rahmen der EU-Jugendstrategie 2019-2027 und der Jugendsektor-Strategie 2030 des Europarates zu übernehmen.

Mit der Europäischen Jugendarbeitsagenda wird ein Rahmen geschaffen, um Jugendarbeit als unverwechselbare Arena der Politik und Praxis in Europa zu stärken. Die Teilnehmenden schlugen folgende vorrangigen Elemente für die Umsetzung vor:

  • Stärkung einer Politik für Jugendarbeit – durch die Einbettung von Jugendarbeit als wesentlichen Bestandteil in Jugendpolitik auf allen Ebenen, von lokal bis europäisch.
  • Kompetenzaufbau in Jugendarbeit – durch eine kohärente Aus- und Fortbildungsstrategie für Jugendarbeit und durch die Zusammenführung von nicht formalen und formalen Bildungswegen für Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter.
  • Entwicklung einer evidenzbasierten politischen Praxis für und durch Jugendarbeit – durch besseres Sammeln von Wissen sowie durch mehr Forschung.
  • Stärkung von Partnerschaften – durch transversale und sektorenübergreifende Politik und Praxis auf allen Ebenen der „Governance“ und Umsetzung.
  • Bereitstellung und Sicherstellung der Angebote von Jugendarbeit – durch bessere Verankerung, mehr Ressourcen und weitergehende Unterstützung, auch durch die europäischen Institutionen.
  • Erweiterung und Vertiefung der Wahrnehmung und Anerkennung von Jugendarbeit innerhalb und außerhalb der Praxis – durch transparente Information, Kommunikation und aktive Interessenvertretung.
  • Stärkung des Engagements und der Karrieremöglichkeiten in der Jugendarbeit – durch Berücksichtigung der Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen.

Die Vertreter Ostbelgiens waren sehr zufrieden mit den Ergebnissen und stellten fest, dass die Jugendarbeit in Ostbelgien bereits einen verankerten Platz in der Politik und in der Gesellschaft hat. Sie wollen nun verstärkt an der Qualifizierung und Anerkennung der Jugendarbeit arbeiten.

Download der vollständigen Erklärung HIER