Bewerbungsaufruf: Europäisches Sprachensiegel 2017

Alle zwei Jahre verleiht das Jugendbüro als Nationalagentur für Erasmus+ das Europäische Sprachensiegel. Ausgezeichnet werden Projekte und Initiativen im Bereich des lebenslangen Sprachenlehrens und -lernens.
Bewerben können sich Bildungseinrichtungen (von der Kleinkindbildung über die Schul- und Hochschulbildung bis zur Berufs- und Erwachsenenbildung), aber auch Behörden, Arbeitgeber, Vereinigungen und Einzelpersonen, die sich durch Sprachenlehren oder -lernen ausgezeichnet haben.

Die Projekte und Initiativen müssen einen Bezug zu mindestens einer der beiden von der Europäischen Kommission definierten Prioritäten für 2016-2017 aufweisen:

1. Mehrsprachige Schulen und Klassen: die Vielfalt in den Schulen nutzen
Diese Priorität betrifft hauptsächlich die formale Bildung in den Schulen und umfasst auch die Mehrsprachigkeit und den Fremdsprachenerwerb in Berufsbildungseinrichtungen.
Projekte mit dem Sprachensiegel könnten sich zum Ziel setzen, bewährte Verfahren in mehrsprachigen Schulen/Klassen zu ermitteln, bei denen die Vielfalt, der interkulturelle Dialog und die Förderung der Mehrsprachigkeit im Vordergrund stehen, in denen die sprachliche Vielfalt als Ressource für den Fremdsprachenerwerb genutzt wird oder die einschlägige Weiterbildungsprogramme für Lehrkräfte fördern.
Ein besonderer Schwerpunkt könnte auf Maßnahmen zur Förderung von Kindern gelegt werden, die die Unterrichtssprache nicht beherrschen. Alle Kinder sollten die gleiche Chance erhalten, ihr schulisches Potenzial auszuschöpfen – die Beherrschung der Unterrichtssprache ist dafür eine unabdingbare Voraussetzung.

2. Eine sprachenfreundliche Gesellschaft – informeller Fremdsprachenerwerb
Informelles Lernen spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung einer sprachenfreundlichen Gesellschaft. Informelles Lernen ist die wichtigste Art des Lernens, die wir täglich erfahren. Sprachen lernt man in der Familie, beim Fernsehen oder beim Surfen im Internet, durch den Kontakt mit der Umwelt, beim Lesen von Zeitungen und Büchern, beim Radiohören oder Ansehen von Filmen, durch die Interaktion mit Sprechern anderer Sprachen oder die Verwendung neuer Technologien und Online-Ressourcen.
Projekte mit dem Sprachensiegel könnten Verfahren und Maßnahmen zur Förderung des informellen Erwerbs von Fremdsprachen und einer sprachenfreundlichen Gesellschaft ermitteln und stärken. Die Projekte sollten innovative Arten des informellen Fremdsprachenerwerbs in allen Altersstufen präsentieren. Sie sollten informelle Bedingungen und vorhandene informelle Ressourcen, neue Medien, Online-Ressourcen, Nutzergemeinschaften usw. nutzen und auf das Lernen in Familien, Gemeinschaften oder zwischen den Generationen abzielen. Beiträge können von einer Vielzahl von Akteuren geleistet werden: der Zivilgesellschaft, regionalen und kommunalen Behörden, Gemeinden, Krankenhäusern, Justizvollzugsanstalten, Medien, Gemeinschaftszentren, Museen. Sprachen kann man überall lernen!

Die ausgezeichneten Projekte erhalten
➡ das Zertifikat „Europäisches Sprachensiegel 2017“, unterzeichnet von dem zuständigen EU-Kommissar für Mehrsprachigkeit sowie vom Minister für Bildung und wissenschaftliche Forschung der DG;
➡ das Recht, das „Europäische Sprachensiegel 2017“ als Logo zu führen;
➡ einen Eintrag in die Sprachensiegel-Datenbank der Europäischen Kommission;
➡ die europaweite Verbreitung des Projekts durch die EU-Kommission und die Nationalagentur im Jugendbüro.

Nutzen Sie den Wettbewerb, um Ihre Initiative der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen!

Bewerbungsschluss ist der 28. April 2017. Das Bewerbungsformular sowie alle Informationen zum Wettbewerb finden Sie HIER.