Yvonne zog es als eine der Ersten ins Ausland

Chaos in Southport

Yvonne war eine der ersten Ostbelgier-innen, die einen Europäischen Freiwilligendienst absolviert haben. Nach dem Abitur wollte sie unbedingt ins Ausland, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Die damalige Nationalagentur hat ihr zum Freiwilligendienst geraten und eine Aufnahmeeinrichtung vermittelt: ein Ferienheim für körperlich behinderte Menschen in Southport bei Liverpool. evs-20years_deZu den Aufgaben der Freiwilligen gehörten die Körperpflege und die Bedienung der Gäste, die Zimmerpflege und das Geschirrspülen sowie die Pflege der sozialen Kontakte zu den Gästen. Wenngleich sie die Animation der ständig wechselnden Gäste als Herausforderung empfunden hat, hat Yvonne der persönliche Kontakt zu den Gästen sehr gut gefallen.

„Durch den Freiwilligendienst ist mir mein Berufswunsch klar geworden.“

Tatsächlich haben die Erfahrungen in England Yvonnes weiteren beruflichen Werdegang stark beeinflusst. Nach ihrer Rückkehr hat sie sich in Belgien in einer Organisation für Menschen mit einer geistigen Behinderung engagiert und im Altersheim gearbeitet. Als Psychologin ist sie auch heute noch im sozialen Bereich tätig. Durch ihren Freiwilligendienst hat sie neben ihren pflegerischen Kompetenzen auch ihre Englischkenntnisse verbessert. Gern erinnert sie sich an die Spaziergänge am Meer, die Ausflüge und Besichtigungen, die sie zusammen mit einer holländischen Freiwilligen und Besuchern aus der Heimat unternommen hat. Auch ihren 18. Geburtstag wird sie wohl nie vergessen. Um Mitternacht stürmten schottische Freiwillige ihr Zimmer und setzten sie mitsamt Pyjama in die Badewanne. Ihr Rat an alle, die einen Freiwilligendienst absolvieren möchten ist:

„Natürlich muss man sich im Vorfeld informieren, aber am wichtigsten ist es, dass man sich auf die Erfahrung einlässt und sich nicht zu viele Gedanken macht!“

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