„Europa hält jung“ – Der EFD im Jugendtreff Inside

EFD im Jugendtreff Inside in Eynatten – Werner Kalff

Nachdem Werner Kalff bereits als Tutor für die Freiwilligen im Königin Fabiola Haus tätig war, stand für ihn fest, dass er auch als Jugendarbeiter im Eynattener Jugendtreff Inside jungen Menschen die Möglichkeit geben wollte, ihr gewohntes Umfeld zu verlassen und die Welt zu entdecken. Allein im Jugentreff hat er 11 europäische Freiwillige aus Finnland, Südtirol, Deutschland, der Slowakei, Slowenien, Polen, Ungarn und Österreich betreut. Drei kamen direkt nach dem Abitur, die anderen erst nach ihrer Ausbildung. Fast alle besuchten abends den Deutsch- oder Französischkurs im RSI. In welche Arbeitsbereiche sie eingebunden wurden, hing maßgeblich von ihren Interessen und Kompetenzen ab: „Jeder Mensch hat seine Fähigkeiten. Diese Stärken muss man finden und nutzen.“ Viele Freiwillige haben die Aktivitäten im Treff filmisch dokumentiert und sich deshalb näher mit dem Videoschnitt befasst. Andere haben aufgrund ihrer musikalischen Begabung in Bands mitgespielt und in Musikprojekten mitgewirkt.

Alle Freiwilligen haben an Balazs und Werner Kalff (2)mindestens einer internationalen Jugendbegegnung teilgenommen

Da Werner Kalff nur halbzeitig arbeitet, hat er die jungen Europäer teilweise zusammen mit Jugendarbeitern aus anderen Gemeinden betreut. So wurden die Freiwilligen mitunter auch in den Jugendtreffs in Eupen, Raeren und Hauset tätig. Gemeinsam mit dem Tutor der Freiwilligen, einem Verwaltungsratsmitglied, war Werner Kalff stets darauf bedacht, dass die jungen Menschen sich in Ostbelgien wohlfühlten: „In den ersten Monaten haben wir immer besonders darauf geachtet, dass die Integration gut verläuft. Es gab aber nie Schwierigkeiten, sie sind immer gut ‚angekommen‘.“ Die meisten Freiwilligen waren Mädchen, viele hatten nach kurzer Zeit einen ostbelgischen Freund, zwei sind sogar in der Region geblieben. „Der EFD ist auch immer eine Abnabelung von zu Hause. Es ist unsere Aufgabe, die jungen Menschen darin zu unterstützen.“

 

Werner Kalff hat viele unvergessliche Momente mit den Freiwilligen erlebt

Mit Meri aus Finnland hat er einen Abstecher zum Meer gemacht, mit Markéta aus Tschechien war er im Bütgenbacher See schwimmen und mit Elisa aus Italien ist er am Tag nach ihrer Ankunft um die Talsperre gefahren, sodass sie abends müde ins Bett fiel. Auch an Pleiten, Pech und Pannen erinnert er sich mit einem Schmunzeln, zum Beispiel daran, dass Elisa bei der Fahrradtour die Kurve nicht gesehen hat und geradeaus in die Böschung gefahren ist, dass Agatha aus Polen sich beim Rodeln den Fuß gebrochen hat und er sie mal mitten in der Nacht in Barchon auf der Autobahn abschleppen musste, weil sie das Auto trocken gefahren hatte. Die schönste Erinnerung stammt aus seiner Zeit als Tutor im Königin Fabiola Haus. Damals hat er eine Freiwillige, die gern nächtliche Wanderungen unternahm, mit einem Gleichgesinnten verkuppelt. Natürlich hat er auch die Hochzeit der beiden besucht.

Von den Vorteilen des Freiwilligendienstes ist er fest überzeugt: „Er hält einen jung und man bleibt tolerant!“

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