„Be a voice, not an Echo“ – Ein Freiwilligendienst in der PDF

Der erste EFD in der Pater-Damian-Förderschule – Anja, 18, aus Österreich

Zum Zeitpunkt des Interviews ist Anja mittendrin in ihrem Freiwilligendienst in der DG. Sie ist eher zufällig zu diesem Projekt gekommen als sie spontan und ohne Vorabsicht an einer Erasmus+ Informationsveranstaltung in Linz teilgenommen hat. Dort berichteten Freiwillige von ihren Erfahrungen und dies bewegte sie, auch an dem Programm teilzunehmen.

Zehn Monate lang lebt und arbeitet sie nun in Eupen im Kindergarten und im Förderunterricht der Pater Damian Schule. Ihre Tätigkeiten in der Schule sind abwechslungsreich. Sie unterstützt die Kindergärtnerinnen in der täglichen Betreuung, organisiert aber auch eigene Aktivitäten in denen sie ihre Fertigkeiten und ihre Kultur einbindet, wie z. Bsp. Apfelstrudel backen mit den Kleinen oder ein Österreich-Quizz nach einer Landesvorstellung mit den größeren Kindern. Sie ist bei der außerschulischen Betreuung dabei und leistet auch manchmal Einzelbetreuung wie z. Bsp. zur Integration eine neuen Schülerin mit Down-Syndrom.
Untergebracht ist sie mit einer anderen Freiwilligen in einer Familie. In ihrer Freizeit ist sie viel unterwegs. Sie hat viele Städte in Belgien und im Grenzland besichtigt: Lüttich, Hasselt, Brüssel, Mons, Namur, Brugge, Ostende, Aachen, Köln, Maastricht, … Ein besonderes Highlight war ihr Aufenthalt in Amsterdam, als ihr bester Freund sie besuchen kam. Der Zaanse Schans, eine unter Denkmalschutz stehendes Freilichtmuseum in der Nähe von Amsterdam, hat es ihr besonders angetan.

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Da sie als Österreicherin deutschsprachig ist, hat sie sich entschieden, am RSI in der Abendschule einen Französischunterricht zu belegen. Die neuen Sprachkenntnisse kann sie bereits in der Schule mit Kollegen und einzelnen Kindern einsetzen. Zu ihren Lernerfahrungen gehört das Know How im Umgang mit Kindern und ein besseres Verständnis für ihre Bedürfnisse. Sie berichtet bereits jetzt über ein gesteigertes Selbstvertrauen. Und besonders positiv bewertet sie die Vernetzung mit anderen europäischen Freiwilligen beim On-Arrival Training. Dort hat ein Satz sie besonders geprägt: “Everybody laughs in the same language”.

💡 Auf die Frage nach ihrer bisher schönsten Erinnerung kann sie sich nicht entscheiden, es sprudelt förmlich aus ihr heraus: das Schulfest, bei dem sie Kollegen und Schüler in einem anderen Rahmen kennenlernen durfte, das Weihnachtsfest mit den anderen Freiwilligen, Karneval in Eupen und Raeren, …
💡 Ihre wichtigste Erkenntnis bisher? Mama ist die wichtigste Person auf der Welt! Manchmal muss man etwas weiter fahren, um das Naheliegende zu schätzen …
💡 Auch auf die Frage, was sie anderen Jugendlichen in puncto Auslandserfahrung raten würde, kommt eine direkte spontane Antwort: “Nicht lange überlegen: Koffer packen, los geht’s!” Ihr Freiwilligendienst steht übrigens unter dem Motto “Träume nicht Dein Leben, sondern lebe Deinen Traum!”.

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