Multi Kulti in einem Haus – geht das? – Empfangszentrum Belle Vue Eupen

Der europäische Freiwilligendienst im Empfangszentrum für Asylbewerber „Bellevue Eupen“

Das Empfangszentrum für Asylbewerber “Bellevue” beherbergt bis zu 100 Bewohner verschiedener Kulturen, Nationalitäten und Religionen. Zu den Aufgaben des Roten Kreuzes gehören die Verwaltung des Hauses sowie der Empfang und die Begleitung der Flüchtlinge in ihrer schwierigen Lebenssituation. Das Ziel besteht darin, den Bewohnern für die Dauer von sechs bis zwölf Monaten einen sicheren Wohnort zu bieten. 16 Mitarbeiter versehen täglich verschiedene Dienste, die der Begleitung der Bewohner dienen. Da wären neben der sozialen, medizinischen und animatorischen Betreuung auch die Beantwortung der alltäglichen Fragen der Bewohner.

Seit 2011 beteiligt sich das Emfangszentrum als Aufnahmeeinrichtung am europäischen Freiwilligendienst und bietet den Freiwilligen für die Zeit von zwölf Monaten die Möglichkeit, die Arbeit in einem Empfangszentrum kennen zu lernen. Die Freiwilligen werden in das Team integriert und erfüllen vor allem zwei Aufgaben. Zum einen verrichten sie die Basisarbeiten (Essensverteilung, Dienst an der Rezeption,…), zum anderen werden sie zur Durchführung eigener Aktivitäten und Projekte mit den Bewohnern motiviert. So haben die Freiwilligen die Möglichkeit, sich und ihre Ideen zu verwirklichen und gleichzeitig in einem pluridisziplinären Team ihre Stärken und Schwächen zu erforschen, Erfahrungen zu sammeln und ihren Erfahrungshorizont zu erweitern.

„Wir haben uns entschieden am Europäischen Freiwilligendienst teilzunehmen, um den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, mit Menschen anderer Kulturen in Kontakt zu kommen. Außerdem glauben wir, dass das Konzept unseres Hauses es den Jugendlichen ermöglicht, eigene Projekte zu verwirklichen, und zwar nach ihren eignen Vorstellungen und Prioritäten. Darüber hinaus stellt die Anwesenheit eines Freiwilligen für uns einen Mehrwert in unserer Arbeit dar, da die Freiwilligen selbst aus einer anderen Kultur kommen und so oft einen anderen Blick auf die Arbeit haben, der uns hilft, unsere Arbeit zu professionalisieren“, so die Direktion des Bellevue Zentrums.