Einzelmobilitäten in der beruflichen Bildung

Ein Praktikum in einem Unternehmen im Ausland absolvieren, und dadurch neue Arbeitserfahrungen sammeln, diese Möglichkeit boten die beiden ZAWM der Deutschsprachigen Gemeinschaft, die Autonome Hochschule sowie das RSI ihren Lernenden in der beruflichen Bildung auch in den Jahren 2013 und 2014. Mehr als 70 Personen aus der DG nahmen im Rahmen des früheren europäischen Programmes für berufliche Bildung, Leonardo-da-Vinci, an Mobilitäten im Ausland teil.
Die Teilnehmer erhalten so einen Einblick in Arbeitsweisen und Techniken anderer Unternehmen, den sie in ihrem Betrieb nicht bekommen können. Ziel der Praktika ist, Teilnehmende an Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen beim Erwerb und Einsatz von Wissen, Fähigkeiten und Qualifikationen zu unterstützen, die ihre persönliche Entwicklung, ihre Beschäftigungsfähigkeit und ihre Teilhabe am europäischen Arbeitsmarkt fördern.
Das Auslandspraktikum war für die Lernenden nicht nur eine Möglichkeit, fachspezifische Kenntnisse im Berufsleben zu erlernen, sondern auch eine Gelegenheit, sich sprachliche, soziale und interkulturelle Kompetenzen anzueignen. So ist die Integration in einen neuen Betrieb ein wichtiger Schritt zur Selbstständigkeit und Anpassungsfähigkeit im Arbeitsleben. Dass die Arbeit in verschiedenen Betrieben einen besonderen Erfahrungswert bedeutet, ist deshalb auch vielen Betriebsleitern längst bekannt. Somit stellt das Auslandspraktikum nicht nur eine persönliche Erfahrung für jeden Einzelnen dar, der Mehrwert offenbart sich spätestens bei den ersten Bewerbungen auf dem Arbeitsmarkt.

Für Thomas Creutz, der die Ausbildung zum Krankenpfleger an der AHS absolviert, war sein Auslandspraktikum die Gelegenheit für einen Perspektivwechsel. „Das Projekt hat mir die Möglichkeit gegeben, einen Einblick in meinen zukünftigen Beruf zu erhalten, und dies aus einer ganz anderen Perspektive, als die, die ich aus den Praktika in meiner Region kenne. Ich habe interessante Erfahrungen gemacht, welche mich in meinem späteren Berufsleben begleiten werden und mir in diesem auch helfen können. Außerdem war es eine Bereicherung, die Kultur des Landes zu erkunden und Kontakte zu knüpfen.“