10 Jahre Erasmus Belgica – Eine echt belgische Veranstaltung

P125031410 Jahre Erasmus Belgica – das musste gefeiert werden! Im Theater Bronks in Brüssel kamen Vertreter von Hochschuleinrichtungen, ehemalige Erasmus Belgica-Studenten, politische Entscheidungsträger und Neugierige zusammen, die mehr über das Programm erfahren wollten.
Und sie alle warteten gespannt auf einen besonderen Gast, König Philippe. „De koning, le roi, der König“, so wird der Ehrengast in den drei Landessprachen angekündigt. Und das sollte nicht der einzige Moment bleiben, in dem alle drei Sprachen gesprochen werden. Schließlich wollte König Philippe mit dem Prinz-Philippe Fonds und der Initiierung des Programms Erasmus Belgica genau das fördern: einen Austausch zwischen den drei belgischen Sprachgemeinschaften, um junge Menschen für die drei Landessprachen, -kulturen und –mentalitäten zu sensibilisieren.
In diesem Geist beginnt das Programm zum 10-jährigen Bestehen von Erasmus Belgica. Mit viel Witz und Humor, aber auch mit zahlreichen Denkanstößen wird über die belgische Kultur- und Sprachenvielfalt philosophiert.
Nachdem die Bildungsminister der drei Gemeinschaft das Programm würdigten, kamen Beauftragte für internationale Beziehungen an Hochschuleinrichtungen und vor allem Studenten zu Wort. Sie berichteten von ihren Aufenthalten im anderssprachigen Belgien und über die Erfahrungen, die sie dort sammelten. Im Mittelpunkt standen die drei Gewinner eines Schreibwettbewerbes, der im Rahmen des Jubiläums ausgeschrieben worden war. Marei Schwall für die Deutschsprachige Gemeinschaft, Nora Delang für die Flämische Gemeinschaft und Antoine de Courrière für die Französische Gemeinschaft wurden für ihre Texte zu ihren persönlichen Erasmus Belgica-Erlebnissen ausgezeichnet. Der König persönlich verlieh den drei Preisträgern ihre Auszeichnungen.

Marei Schwall, Preisträgerin des Schreibwettbewerbes aus der DG: „Erasmus Belgica hat mir vor allem in Sachen Fachkompetenz ganz neue Sichtweisen eröffnen können. Einerseits konnte ich durch das Praktikum an einem Universitätskrankenhaus ganz neue Arbeitsweisen entdecken und zudem konnte ich Praktika in Fachbereichen absolvieren, die mir ansonsten nur schwer zugänglich gewesen wären. Vor allem die Erfahrungen aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie kann ich in meiner täglichen Arbeit in einer psychiatrischen Abteilung voll ausnutzen.
Dass ich mein Niederländisch nochmal verbessern konnte war für mich auch ein großer Pluspunkt, dies gelang vor allem sehr gut, weil ich auf der Arbeit tagtäglich Niederländisch sprechen musste /konnte und bei einer niederländischsprachigen Familie in Brüssel wohnte.
Davon abgesehen habe ich durch meine Zeit in der Großstadt Brüssel einsehen dürfen, dass ich definitiv ein Landei bin und mich dort am wohlsten fühle.“