Europäisches Sprachensiegel

2015

Das Europäische Sprachensiegel – verliehen von der Nationalagentur Erasmus+ im Jugendbüro – fördert Initiativen im Bereich des lebenslangen Sprachenlehrens und -lernens mit dem Ziel, erfolgreiche Konzepte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Das Sprachensiegel kann Bildungseinrichtungen (von der Kleinkindbildung über die Schul- und Hochschulbildung bis zur Berufs- und Erwachsenenbildung), lokalen und regionalen Behörden, Arbeitgebern, Vereinigungen und Einzelpersonen, die sich durch Sprachenlehren oder -lernen ausgezeichnet haben, verliehen werden.
Die ausgezeichneten Projekte erhalten

  • das Zertifikat »Europäisches Sprachensiegel 2015«, unterzeichnet von dem zuständigen EU-Kommissar für Mehrsprachigkeit sowie vom Minister für Unterricht und Ausbildung der DG;
  • das Recht, das »Europäische Sprachensiegel 2015« als Logo zu führen und damit auf Briefköpfen, in Publikationen und Korrespondenzen zu werben oder es auf Werbematerial zu verwenden;
  • einen Eintrag in die Sprachensiegel-Datenbank der Europäischen Kommission;
  • die europaweite Verbreitung des Projekts und seiner Erfolge durch die EU-Kommission und die Nationalagentur im Jugendbüro.

Nutzen Sie den Wettbewerb, um Ihre Initiative als Best Practice Beispiel der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen!

Cover Broschüre7 Jahre Europäisches Sprachensiegel – Innovative Projekte im Programm Lebenslanges LernenIn dieser Broschüre werden die besten Projekte der letzten 7 Jahre vorgestellt. Auf den Seiten 80, 114, 152 und 160 sind auch Projekte aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft zu finden!

 

Preisträger 2015: Schulradio an der SGU  (Mehr Informationen zum Projekt des Preisträgers gibt es HIER)

Um mit dem Sprachensiegel 2015 ausgezeichnet zu werden, müssen die Projekte und Initiativen einen Bezug zu mindestens einer der beiden von der Europäischen Kommission definierten Prioritäten für 2014-2015 aufweisen:

1. Sprachen und soziale Eingliederung
Die Kommission möchte Projekte fördern, die jene Menschen zum Sprachenlernen ermutigen, die es besonders nötig haben, gesellschaftlich integriert zu werden, u.a. Einwanderer, sozial benachteiligte Menschen, Menschen mit einer Behinderung oder Menschen, die sich über Zeichensprache verständigen.

2. Sprachen und Sport
In grenzüberschreitenden Sportveranstaltungen findet Sprachenlernen meist beiläufig und automatisch auf nicht formalem Weg statt. Die Kommission möchte Projekte auszeichnen, die ergründen, wie man diese Praxis des sportlichen Sprachenlernens verbreitet und in einen formaleren Rahmen übersetzt. Ausgezeichnet werden demnach Projekte mit innovativen Lernpraktiken und Lehrmaterialien, die aus dem Zusammenspiel von internationalem Sport und Sprachenlernen hervorgehen. Ziel ist die gegenseitige Bereicherung von Sport und Sprachen; die Schaffung von Synergien zur Entwicklung neuer mehrsprachiger Projekte, die den Sport- und Bildungsbereich umfassen, und die Entwicklung neuer Aktionen und Methoden.

Die Bewerbung erfolgt über das unten stehende Formular. Bewerbungsschluss ist der 13. März 2015.
Eine Fachjury wird die Preisträger auswählen. Die Zahl der vergebenen Gütesiegel ist abhängig von der Qualität der eingereichten Bewerbungen und wird von der Jury bestimmt.
Um mit dem Sprachensiegel ausgezeichnet zu werden, sollten die Initiativen:

  • einen umfassenden Ansatz haben und hinsichtlich der Lehrer, Methoden und Materialien auf die Bedürfnisse der Lernenden eingehen. Die zur Verfügung stehenden Ressourcen sollten kreativ genutzt werden (z.B. Einsatz von Native Speakern, Sprachenpraxis von Partnerstädten oder -institutionen, Zusammenarbeit mit lokaler Wirtschaft),
  • einen Mehrwert im regionalen Kontext aufweisen, d.h. das Sprachenlehren und -lernen quantitativ (mehr Sprachen) und/oder qualitativ (bessere Methoden) verbessern,
  • die Lernenden und Lehrenden motivieren, ihre Sprachkompetenzen zu verbessern,
  • originell und kreativ sein, indem bislang unbekannte Methoden eingeführt werden,
  • eine europäische Ausrichtung haben (grenzüberschreitende Kontakte, Sprachenlernen mit Nachbarländern) und durch die Förderung sprachlicher Kompetenzen das Verständnis anderer Kulturen verbessern,
  • übertragbar sein (auf andere Sprachen oder andere Altersgruppen), sie sollten eine Inspiration für Initiativen in anderen Ländern und Kontexten sein.

Zulässig sind alle Sprachen, die in den EU-Mitgliedstaaten gesprochen werden. Das Projekt sollte mindestens eine der EU-Amtssprachen als Zielsprache in der Sprachvermittlung (auch als Brückensprache) enthalten.
Die Bewerbungsunterlagen sollten auf Deutsch, Französisch oder Englisch gehalten sein.
Ausgezeichnet werden nur solche Projekte/Initiativen, die sich jenseits des Planungsstadiums befinden. In der Bewerbung muss daher klar belegt werden, wie das Projekt umgesetzt wurde bzw. wird.
Ein »Europäisches Sprachensiegel« kann auch an solche Projekte verliehen werden, die im Rahmen eines Bildungsprogramms der Europäischen Union (Lebenslanges Lernen bzw. Erasmus+) eine Förderung erhalten haben bzw. zurzeit erhalten.
Verspätet eingereichte, formlose oder unvollständige Bewerbungen können nicht berücksichtigt werden. Die eingesandten Unterlagen werden nicht an die Bewerber zurückgeschickt und können für Veröffentlichungen der Nationalagentur im Jugendbüro verwendet werden.

  • Valérie Toussaint

    Erasmus+ Programmstrategie & Verbreitung und Analyse der Ergebnisse
    Koordinatorin eTwinning & Europäisches Sprachensiegel
    087 / 56 09 79

    valerie.toussaint@jugendbuero.be

Wichtige Dokumente

Sprachensiegel Bewerbungsformular 2014-2015
7 Jahre Europäisches SprachensiegelInnovative Projekte im Programm für lebenslanges Lernen