Validierung von Kompetenzen

 Weiterbildungspfade – Neue Lernchancen für Erwachsene

 

Der Rat der EU hat die Empfehlung für „Weiterbildungspfade: Neue Chancen für Erwachsene“ im Dezember 2016 angenommen.  Sie gehört zu den wichtigsten Legislativvorschlägen der neuen europäischen Agenda für Kompetenzen.  Das Recht auf allgemeine und berufliche Bildung und lebenslanges Lernen von hoher Qualität und in inklusiver Form für alle, auch Erwachsene, ist einer der 20 Grundsätze der europäischen Säule sozialer Rechte.

 

Weshalb benötigen wir Weiterbildungspfade?

Die neue Initiative soll den Betroffenen – egal, ob sie berufstätig, arbeitslos oder nicht erwerbstätig sind – einen Neuanfang ermöglichen, indem ihre bereits vorhandenen Kompetenzen und Kenntnisse festgestellt und anerkannt werden.  Somit können ihnen Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten werden, die letztendlich zu neuen Qualifikationen führen.

 

Wie funktioniert das in der Praxis?

Logik in 3 Schritten – jeweils der spezifischen Situation jedes Einzelnen angepasst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Wie können Sie etwas bewirken?  Wie kann Ostbelgien mit der EU zusammenarbeiten?

  • Allgemein: Machen Sie andere auf die Initiative aufmerksam und überlegen Sie, wie Ihre Organisation dazu beitragen kann.
  • Wenden Sie als Fachfrau oder Fachmann aus der Praxis (Erwachsenenbildung oder berufliche Bildung) die drei Schritte soweit wie möglich an und gehen Sie auf die Betroffenen zu, um Ihnen den Zugang zu den Weiterbildungspfaden zu erleichtern.
  • Legen Sie als Behörde Durchführungsmaßnahmen fest, gewinnen Sie Interessenträger und mobilisieren Sie Ressourcen.
  • Überlegen Sie als Arbeitgeber, wie Sie Ihre MitarbeiterInnen dabei unterstützen können, die Angebote der Weiterbildungspfade wahrzunehmen und erfolgreich zu nutzen.
  • Last but not least: Tauschen Sie bewährte Verfahren auf EPALE, der Plattform für Erwachsenenbildung in Europa, aus und diskutieren Sie mit!

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Können belegen können

Lernwege, Kompetenzen und Zertifikate aus Sicht von Arbeitgebern und Arbeitnehmern untersucht diese Studie der Bertelsmann Stiftung. Erfragt wurde, welche Informationen über BewerberInnen für Arbeitgeber am wertvollsten sind. Dabei stellte sich heraus, dass es nicht Zeugnisse über Schulbesuch oder Uniabschlüsse und Ausbildungsnoten sind, sondern praktisch im Arbeitsleben erworbene Kompetenzen, die Arbeitgeber interessieren. Hierzu schauen sie nicht auf Zertifikate, sondern orientieren sich an Erkenntnissen aus Auswählgesprächen und Probezeit. Wichtig sind für viele Personalverantwortliche auch Arbeitszeugnisse, um informell erworbene Kompetenzen zu erfassen.
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CléA-Zertifizierung: ein neuer Grad der Qualifikation in Bezug auf Arbeitsmarktfähigkeit, Mobilität und Kompetenzen (Frankreich)


Der schwächste Bereich der arbeitenden Bevölkerung ist jener, dem es nur allzu oft an den nötigen Grundlagen zum Erwerb bestimmter Qualifikationen oder beruflicher Weiterbildung mangelt.
Um diese Herausforderung zu meistern, haben die französischen Sozialpartner die erste berufsübergreifende Zertifizierung ins Leben gerufen.
Unter dem Titel CléA hat diese Zertifizierung eine Basis für Fachwissen und -kompetenz geschaffen: ein neuer Grad der Qualifikation in Bezug auf Ausbildung, Beschäftigung, Berufsmobilität und Wettbewerbsfähigkeit.
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Geringqualifiziert? Wirklich?

Der Begriff „geringqualifiziert“ ist meist nicht nur falsch, sondern zeugt auch von einer Respektlosigkeit und Ignoranz gegenüber der gelebten Realität von Erwachsenen.
Welchen Einfluss diese vorgefertigte Einstellung auf die Nutzung von Erwachsenenbildungsmaßnahmen haben kann ergründet David Mallows in seinem EPALE-Beitrag.
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