Aktion 2 - Europäischer Freiwilligendienst
Europäische Freiwillige fahren ins Ausland. Sie leben und arbeiten dort in einem gemeinnützigen Projekt; sammeln neue Eindrücke, neue Ideen, neue Perspektiven. Wie Selina und Jan, die ihre Zeit als Freiwillige in Wales und Schweden nutzten, um Kindern und Personen mit einer Behinderung eine bessere Lebensqualität zu bieten und um mehr über sich selber zu erfahren.
Was ist ein Europäischer Freiwilligendienst?
Mit dem Europäischen Freiwilligendienst können sich junge Menschen als Freiwillige in einem gemeinnützigen Projekt im Ausland engagieren. Das Angebot richtet sich grundsätzlich an alle Jugendlichen zwischen 18 und 30 Jahren (in Ausnahmefällen ist auch eine Förderung ab 16 Jahren möglich).
In der Regel dauert ein EFD zwischen zwei und zwölf Monaten. Für junge Menschen mit erhöhtem Förderbedarf sind auch kürzere Projekte ab zwei Wochen möglich. Projekte für Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf umfassen besondere Anforderungen, um eine angemessene Unterstützung der Freiwilligen sicherzustellen.
Vor, während und nach Beendigung ihres Dienstes werden die Freiwilligen begleitet. Der EFD ist für die Freiwilligen kostenlos. Außer der Altersregelung gibt es keine weiteren Zugangsbeschränkungen für die Teilnahme. Ein bestimmter Bildungsabschluss ist nicht notwendig.
Neben einem EFD in einem Programmland können auch EFD-Projekte mit Benachbarten Partnerländern durchgeführt werden.
Ziele des Europäischen Freiwilligendienstes
Die Europäische Union möchte mit dem Europäischen Freiwilligendienst die Solidarität, die aktive Europäische Bürgerschaft sowie das gegenseitiges Verständnis unter jungen Menschen fördern.
Der EFD ist ein wirklicher „Lerndienst“. Die Freiwilligen sind für die lokale Gemeinschaft von Nutzen, lernen neue Fertigkeiten und Sprachen und entdecken andere Kulturen. Ihre Tätigkeit in einem Projekt soll in einem ausgewogenen Verhältnis stehen zwischen Lernen und Arbeiten. Den Freiwilligen soll Raum für eigene Projekte gegeben werden, damit sie ihre Kreativität und Eigeninitiative ausbauen können.
Grundlage eines Europäischen Freiwilligendienstes
Grundlage für den EFD ist eine solide Partnerschaft zwischen der oder dem Freiwilligen, einer Entsende- und einer Aufnahmeorganisation. Ein EFD hat drei wesentliche Bestandteile:
Dienst: Die oder der Freiwillige wird von einer Aufnahmeorganisation aufgenommen und leistet auf Taschengeldbasis einen freiwilligen Dienst zum Wohl der lokalen Gemeinschaft.
EFD-Begleitseminare: Entsende- und Aufnahmeorganisation gewährleisten, dass alle Freiwilligen an einem Ausreiseseminar, einem Einführungstraining, einem eventuellen Zwischentreffen sowie an einem Rückkehrseminar teilnehmen.
Ständige Unterstützung der Freiwilligen: Die beteiligten Organisationen haben die Pflicht, die Freiwilligen persönlich, aufgabenbezogen, sprachlich und verwaltungstechnisch zu unterstützen.
Sowohl Aufnahme- wie Entsendeorganisation müssen akkreditiert sein - ebenso wie eine mögliche koordinierende Organisation.
Das sollte man noch wissen
Ein EFD-Projekt kann auf eine Vielzahl von Themen und Einsatzgebieten ausgerichtet sein. Alle anerkannten Projekte sind in einer Datenbank der Europäischen Kommission aufgeführt (http://ec.europa.eu/youth/evs/aod/hei_en.cfm).
Der EFD ist kein Ersatz für den Wehr- oder Zivildienst und bietet keine Praktikumsmöglichkeit im Rahmen einer Ausbildung oder eines Studiums.
Dokumente
Unter Downloads findest du alle relevanten Unterlagen für die Aktion 2 - Europäischer Freiwilligendienst.
Verweise
Formulare (Antrag, Interessenbekundung etc.)
Ansprechpartnerin
Valérie Kaldenbach
Tel.: +32 87 56 09 79
E-Mail: valerie.kaldenbach@jugendbüro.be









